Kolbengeräusche

Schadensbild: Durch eine zu groß ausgeführte Zylinderbohrung oder durch Schafteinfall/Verschleiß kippt der Kolben, angeregt durch die Bewegung der Pleuelstange und den daraus resultierenden Anlagewechseln, im Zylinder und schlägt dabei, insbesondere mit dem Kolbenkopf, sehr hart gegen die Zylinderlaufbahn. Ein seitliches Anschlagen des Kolbens in Bolzenrichtung gegen die Zylinderbohrung wird in den meistem Fällen von der Pleuelstange verursacht. Durch Fluchtungsfehler der Pleuelstange (Verbiegung, meistens aber durch Verdrehung) führt der Kolben bei seiner Hubbewegung in Motorlängsachse eine pendelnde Bewegung aus, wodurch der Kolben wechselseitig gegen den Zylinder geschlagen wird. Unsymmetrische Pleuelstangen oder außermittige Unterstützung des Kolbens durch die Pleuelstange bewirken das gleiche. Hierbei spielt die Größe des Pleuellagerspiels eine wesentliche Rolle. Je kleiner das Pleuellagerspiel ausgeführt ist, um so besser wird die radiale Führung der Pleuelstange und damit auch die schädliche Pendelbewegung. Ein Axialschub im Kolbenbolzen und wechselseitiges anschlagen gegen die Kolbenbolzensicherung ist immer die Folge eines Fluchtungsfehlers zwischen der Achse des Kolbenbolzens und der Kurbelwellenachse. Eine Pleuelverbiegung oder -verdrehung sowie eine Asymmetrie in der Pleuelstange sind die häufigsten Ursachen.
Mögliche Ursachen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei schlechter Kolbenführung, z.B. bei Schafteinfall oder zu großem Einbauspiel, aber auch bei zu fester Kolbenbolzenanpassung im Pleuel, wird der Kolbenkopf in der sogenannten Kippebene gegen die Zylinderlaufbahn geschlagen. zu groß gebohrte, bzw. gehohnte Zylinder. Große plastische Schaftverformung. Zu wenig Spiel des Kolbenbolzens in der Pleuelbüchse. Bei Schrumpfpleuel Spieleinengung zwischen Kolbenbolzen und Kolben durch Verzug des Kolbenbolzens in Folge nicht mehr genau geometrisch runder Bohrungen in der Pleuelstange.

 

 

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